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Das Kunst Projekt
Der Leistungskurs Kunst Klasse 13 (2000) hat mit sehr
großem Eifer an dem sogenannten "Portrait" Projekt gearbeitet.
Dabei hat er mit viel Mühe und Sorgfalt eine Repräsentationsmappe
zum Thema angefertigt. In dieser Repräsentationsmappe befinden sich Zeichnungen,
wie ein Selbstportrait und Detailzeichnungen und der theoretischen Teil über
die Portait-Geschichte. Außerdem wurde dann noch von jedem Schüler
ein verfremdetes Selbstportrait und eine Plastik hergestellt!
- Abschließend möchten wir euch
einmal einen kleinen Einblick in dieses Projekt ermöglichen.
Inhalt:
1. Mappe
- Was ist ein
Portrait?
- Entwicklung
der Portraitmalerei
- Im Detail (Zeichnungen)
- Selbstportrait
2. Plastik
- Begriffserklärung
- Unsere Plastiken
1. Die Mappe
Es wurde von jeden Schüler eine Repräsentationsmappe
zum Thema Portrait angefertigt. Wie diese Mappe gestaltet wurde, war jedem
Schüler selbst überlassen. Auf dieser Seite haben wir nun versucht
euch das Wichtigste zusammen zufassen, um euch das Projekt in einigen Auszügen
darzustellen.
1.1 Was
ist ein Portrait?
Ein Portrait oder Bildnis (franz. porträit:
Bildnis) ist in der bildenden Kunst die Darstellung eines Menschen mit
malerischen, graphischen (Zeichnung, Radierung, Stich oder andere Drucktechniken)
oder plastischen Mitteln, die Erscheinungsbild, Charakter und Persönlichkeit
des Dargestellten widerspiegelt.
Man unterscheidet nach der Anzahl der dargestellten
Personen zwischen Einzel-, Doppel- oder Gruppenportrait, aber auch nach
Bildtypen, wie Ganzfiguren-, Halbfiguren-, Brust- oder Kopfbildnis. Die
häufigste und älteste Sonderform des Gruppenbildnisses ist das
Familienbildnis, in dem sich die wechselnde Struktur der Familie und die
Geltung des Individuums, zum Beispiel die rechtliche Stellung und das Ansehen
der Frau, niederschlagen.
Ob die Figur steht (straff oder lässig),
sitzt, beziehungsweise thront, ob sie im Reiterbildnis von vornherein
über andere Menschen erhoben erscheint, hat eine große Bedeutung
für Charakter und Wirkung eines Portraits.
1.2 Die
Entwicklung der Portraitmalerei
In der Antike und im Mittelalter waren kaum individuelle
Züge zu erkennen. Erst die Römer schufen Portraits, die versuchten,
individuelle Züge der dargestellten Person einzufangen. Seit dem 1. Jh.
v. Chr. schufen sie kunstvoll gearbeitete Stein-und Bronzestatuen. Im Zentrum
der Portraitkunst des christlichen Mittelalters standen Bildnisse von Herrschern,
Adligen, Kirchenfürsten und Religionsstiften. In der Renaissance war die
Blüte der Portraitkunst. Der individuelle Ausdruck steigerte sich besonders
durch Farbgebung und Lichteffekte. Außerdem gewann erstmals auch die Detailgenauigkeit
an großer Bedeutung.
Die Portraitmalerei des 17. Jh. beherrschte der überschwengliche
und lebhaft bewegte Barockstil mit seinem starken Repräsentationsbedürfnis.
Die dekorativen Verfeinerungen des Rokoko fanden auch in der Portraitmalerei
des 18. Jh. ihren Niederschlag.
Im 19. Jh. gehörten Portraits zum Repertoire fast
aller führenden Künstler. Den dramatischen und farbenfrohen Stil der
Romantik spiegeln z.B. die Werke des Franzosen Eugene Delacroix wider. Einige
Künstler verwenden die Elemente der Karikatur und Satire. Durch die Erfindung
der Fotografie um die Mitte des 19. Jh. verlor das realistische Portrait immer
stärker an Bedeutung.
Zu den herausragenden Porträtmaler des 20. Jh.
gehört z.B. Pablo Picasso, dessen Darstellungen besonders durch psychologische
Ausdrucksstärke beeindrucken.
1.4 Im
Detail
Es wurden hierzu von jedem Schüler Detailzeichnungen
(Augen, Ohren, Nase und Mund) angefertigt, sie dienten der Vorbereitung
für das Selbstbildnis.
Die Detailzeichnungen wurden mit in die Repräsentationsmappe
unter gebracht und hier nun einige Beispiele:
- die Augen
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| - der Mund |
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| - die Nase |
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| - das Ohr |
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1.3 Das
Selbstbildnis
Es ist ein Portraittyp, von dem der Betrachter
das höchste Maß an Erkenntnis über den Maler erwartet,
da der Künstler in der Selbstdarstellung so frei ist wie nirgends
sonst. Er ist sein eigenes Modell und auch sein Auftraggeber. Der Künstler
kann es zeichnen als Ausweis seiner künstlerischen Fähigkeit,
als malerisches Experimentierfeld sowie als psychologische Studie. Hier
geht es allgemein um eine Charakterstudie.
Der Künstler kann als Hilfsmittel z.B.
den Spiegel benutzen, wobei eine Auseinandersetzung mit sich selbst stattfindet.
Zur unserer Aufgabe wurde auch ein verfremdetes
Selbstbildnis herzustellen, diese findet ihr unter der Bildergalerie.
3 Beispiele unserer angefertigten Selbstbildnisse:
Anne Müller
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Claudia Brandt
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Melanie Steinke |
2. Plastiken
2.1 Der
Plastik-Begriff
Plastik dient als Sammelbegriff für alle Formen
dreidimensionalen Gestaltens. Er schließt Skulptur ein, ebenso Guß
und Relief und hat fließende Übergänge zu Objektkunst
und Environment. Die Auswahl des verwendbaren Materials ist im 20. Jh. durch
neue Verfahren über die traditionellen Materialien Holz, Stein, Ton, Elfenbein,
Metall hinaus erweitert worden.
Das wichtigste Thema der Plastik ist seit
Jahrtausenden die menschliche Figur. Danach folgt das Tier. Mit dieser
inhaltlichen Tradition bricht die Moderne, die auch Alltagsgegenstände
als dreidimensionale Kunstwerke gestaltet. Die stilistisch unterschiedliche
Gestaltung der Figur lässt Rückschlüsse auf das jeweilige
Bild vom Menschen zu.
2.2 Unsere
Plastiken
Wir machten es uns nun zur Aufgabe aus Ton
unsere Portraits zu gestalten. Wir nahmen teilweise Spiegel, aber auch
Fotos zur Hilfe. Wir erklären nun im folgenden unsere Arbeitsschritte
und zeigen auch unsere Ergebnisse.
Unsere Materialien waren zunächst der Ton selber
und ein Brett, das als Unterlage dienen sollte. Damit der Ton für einen
längeren Zeitraum auch feucht bleibt, brauchten wir nasse Tücher.
Weitere Arbeitsmittel waren: Messer, Nudelhölzer, Drähte (zum trennen
des Tones) und mehrere Modellierwerkzeuge. Wir benutzten die Aufbautechnik,
in der Streifen aufeinander gesetzt werden mussten.
Hier sind nun unsere Arbeitsschritte in Etappen
erklärt:
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1. Ein Stück Ton heraus schneiden und
dieses auf dem Brett schlagen, damit die Luft aus dem Ton dringt (so bleiben
die Risse beim Brennen aus). Dieses Stück Ton mit dem Nudelholz platt
rollen. |
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2. Dann einen Kreis hinein schneiden, so ergibt
sich die Platte für den Hals. Auch die nachfolgenden Platten oder
Streifen ergeben sich so. In der Aufbautechnik wird ein Kreuz in der hohlen
Plastik mit eingearbeitet, damit hat die Skulptur auch einen inneren Halt. |
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3. Durch das Aufsetzten mehrerer Streifen
auf die Grundplatte ergibt sich der Hals. Damit die Einzelteile nicht auseinander
fallen müssen sie gut miteinander verschlickert werden. |
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4. Außerdem ergibt sich durch weiteres
Aufsetzten von Streifen die Kopfform. Die Gesichtsdetails werden durch
das Herein- oder Herausdrücken des Tones erreicht. So werden z.B.
die Augen hineingedrückt und das Kinn herausgedrückt. |
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5. Die Details werden durch das Antragen von
Ton noch verfeinert. Außerdem werden sie auch noch modelliert, so
dass sie getreu aussehen. Als letztes wird die Kopfdecke geschlossen und
das Haar aufgesetzt und so haben wir unsere Portrait - Plastiken erhalten. |
Unsere Werke sind in der Schule ausgestellt
und stehen im Foyer in Vitrinen. Hier zeigen wir euch Fotos von unseren
Exemplaren:
Claudia Brandt
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Marco Malinowski und Baetrice Ferch |
Daniel Pacht
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